Die Chiemgau-Umleiter waren also vorbei, und so hieß es dann wieder, aus dem Planverkehr im Linienstern das Bestmögliche rauszuholen. Da die Sommerferien recht schön begannen, wurden in der ersten Woche gleich mal drei Tage Mühldorf eingeplant. Gleich nach meiner Ankunft am Nachmittag des 5. August versuchten 217 014 am 56518, gefolgt von ...
... 217 002 am 56520 mich zwar noch ein bisschen zu ärgern, doch lange sollte ihnen das nicht gelingen. Etwas verwundert, dass es nun auch Güterwagen im TEE-Lack zu geben scheint, ging es nach diesem Auftakt am Böslhäusl auf direktem Wege rüber nach Neuötting, wo der 56718 empfangen werden sollte
In der Erwartung eines eher kurzen Zuges an einem entsprechendem Motiv postiert, verriet aber bald darauf schon ein überraschend lautes TB11-Bollern aus der Ferne, dass die Stelle wohl die falsche Wahl war - denn von den 18 Wagen hinter 218 400 ist gerade mal ein Bruchteil zu sehen
Mehr Wagen sogar hatten 217 021 und 225 003 am 52686 im Gepäck, als sie gerade noch an der Weidenbacher Einfahrt erwischt werden konnten. Das Indische Springkraut schien heuer deutlich später zu blühen als noch im Vorjahr, wo bereits Ende Juli alles verblüht war
Mangels Motivation wurde die Weiterfahrt dann nur am westlichen Esig noch dokumentiert, schließlich sollte der Feierabendkaffee in Weidenbach nicht kalt werden
Nach einer lauen Sommernacht, in der es weder lange Hose noch Decke gebraucht hatte, werden 225 073 und 071 von der Morgensonne geküsst, als sie hinter Altötting Lz von Burghausen zurückkehrten, wohin sie zuvor einen Kesselzug gebracht hatten
Nachdem 217 014 nachts mit dem 52692 nach München gelaufen war und sie somit als erste Maschine am Wacker-Shuttle von Landshut rüber kommen musste, war der Abstecher für den 56519 nach Altötting eigentlich gar nicht eingeplant. Als ich in Mühldorf dann im Morgengrauen aber den Wagenpark sah, wollte ich mir die Leistung doch nicht entgehen lassen, die wenig später von 225 084 und 217 012 durch die noch leicht vernebelte Ebene gezogen wurde
Früher meist nur aus Salzwagen bestehend, ist der 56519 seit Änderung der Schichtpläne nun immer für eine Überraschung gut
Natürlich ging es dem Containerzug, den ich eigentlich überhaupt nicht mag, dann noch möglichst weit entgegen. Und hätte mich der Bü vor Egglkofen nicht gewarnt - ich hätte den sich fast lautlos anschleichenden Zug im Gefälle von Aich runter wohl glatt verpennt, so wie wenig später am zweiten Motiv hinter Neumarkt. Selbst schuld...
In Mühldorf unten wurde dann noch 218 356 auf dem Weg nach Salzburg mitgenommen, ehe für den 56521 in Altötting in Stellung gegangen werden sollte
Nachdem das Korn dort gedroschen war, konnte man nach einem prüfenden Blick in den Bahnhof, ob denn auch tatsächlich die 217 002 mit dem 56521 dort einläuft, guten Gewissens das Feld wieder betreten
Noch auf dem Rückweg zum Auto rückte der Bauer mit dem Pflug an, um das Stoppelfeld für ein halbes Jahr lang wieder in einen unfotogenen Acker zu verwandeln. Leider hatte er ja auf der anderen Gleisseite heuer Mais angebaut, so dass die Morgenvarianten vom Esig diesen Sommer alle ins Wasser fielen
Nachdem es mittlerweile doch arg zugezogen hatte, reichte es vor Heiligenstatt nur für diesen Notschuss auf 217 014 am Shuttle. Aber gut, der mal wieder aus überwiegend weißen Containern bestehende Zug hatte sowieso kein Licht verdient
Jeden zweiten Tag darf die nach Mühldorf von der Westfrankenbahn zurückgekehrte 218 360 nun den Müll nach Freilassing fahren - immer im Wechsel mit einer weiteren, nicht GTO-fähigen 218. Weder ein Erlebnis für die Ohren, und auch nur bedingt für die Augen, war die Ausfahrt des 51027 angesichts des Himmels aber doch ganz nett anzusehen
Während die 218 360 noch im Bahnhof stand, hatte sich neben ihr schon der Petrolkokszug angeschlichen, der heute auch wieder Wagen für Kastl im Schlepp hatte, und somit zur Freude der nicht wenigen beistehenden Fotografen mit 2016-Doppel verkehrte
Ich wiederum freute mich etwas später eher über 217 015, die ich nach langer Zeit endlich mal wieder DA an einem Zug bekam, welcher in der Trasse des ehemaligen 56527 verkehrte
Dann aber hatte ich vom Tüßlinger Trubel genug und seilte mich nach zwei weiteren Güterzügen rechtzeitig zum 52686 nach Weidenbach ab, wo es sich noch recht frei bewegen lässt, wenn nicht zufällig auch die 014 hier lang kommt. Dabei können doch auch 225 079 und 805 an einem der geilsten Motive, die Mühldorf zu bieten hat, durchaus gefallen
In Vorfreude auf die Nachtzüge wurde der Fototag zeitig beendet, ...
... um am nächsten Morgen wieder fit zu sein. Der Mond schien mich immer noch zu beobachten, als ich um 6 Uhr diesen 628 auf dem Weg nach Burghausen knipsen konnte
Nachdem der Gegenzug durch war, folgte die 5-fach-Lz aus dem Wackerwerk, die in Tüßling noch das eigentliche Objekt der Begierde abwarten musste:
Den heute wundersamer Weise doch mal wieder reinrassig als Salzzug verkehrenden 56519
Die 014 war heute erneut im Shuttleumlauf. Da sie auf ihrer Fahrt über München Nord nach Landshut aber immer gedreht wird, ersparte ich mir den Abstecher an die 945 heute und erwartete den Kistenzug in Tüßling
Für den folgenden DoSto gleich hier geblieben, erspare ich mir die ganzen Mittagszüge an dieser Stelle mal, da ich wohl bestimmt nicht der Einzige bin, der diese auf Fotos nicht mehr sehen kann (live sehr wohl, aber Fotos müssen nicht mehr sein)
Da am Müll die nette Traktion aus 225 073 und 071 hängen sollte, von der mir auf der KBS 942 noch ein gescheites Bild fehlt, wurde der 56713 bei der Einfahrt erlegt
Weil es sich dann so schön ausging, dass 217 002 viel früher als erwartet noch einen Zug aus Burghausen holte, brach ich an dieser Stelle hier ab, ...
... und folgte der 014 für ein letztes Mal auf die Strecke nach Landshut - nicht zuletzt auch deshalb, weil die Container heute überraschenderweise meinen Farbvorstellungen entsprachen
Pflichtmotive waren nach der Kreuzung im Bahnhof natürlich die Kirche von Neumarkt, ...
... ebenso wie die von Geisenhausen
Dank einer La konnte der Zug dann auch beim Wiederbeschleunigen im Götzdorfer Bogen genossen werden
Man darf auch mal Glück mit dem Mais haben, der diesem Motiv in der Innenkurve genauso geschadet hätte, ...
... wie die sich rasant von außen nähernde Fotowolke, die kurz darauf alles abdunkelte
Obwohl die Wolken am nächsten Tag noch mehr geworden waren, war es langsam auch für mich mal wieder an der Zeit, mich in's Geschehen zu stürzen. 218 421 lud zu einem Rottalbahnabstecher geradezu ein
Ach, wären doch alle Nebenbahnen im Passauer Land so schön freigeholzt wie die Rottalbahn...
Von Flügelsignalen erst gar nicht zu reden. Mal sehen, wie die alte Technik die Taktverdichtung im Dezember überstehen wird...
Zwei Tage später lud der verkehrsreichste Wochentag im Dieselparadies, der Montag, mal wieder zu einem Kurzbesuch ein. Sowohl 217 002 am Wacker-Shuttle, ...
... als auch 217 014 an einem leeren Kesselzug nach München zeugten von der richtigen Entscheidung
Der montags planmäßig am Vormittag verkehrende 61907 ist nur einer von drei vollen Kesselzügen, die zu Wochenbeginn direkt von MOR nach Wacker durchlaufen
Direkt mickrig wirkte der Traunsteiner Müllzug heute im Gegensatz zum verspäteten 56512 aus Kastl, der in Tüßling jeden Gleismeter zwischen den Ausfahrsignalen benötigte
Nach einem weiteren Bild von der ausfahrenden 218 466 war mein Dieseldurst vorerst mal wieder gestillt
Nach ein paar Tagen Erholung ging es in der dritten Ferienwoche für mich dann erneut wieder auf Dreitagestour. Diesmal wurde aber schon morgens begonnen. Da der Shuttle von Landshut rüber aber eine Stunde Verspätung hatte, blieb vorerst noch genug Zeit, 294 822 beim Rangieren in Neumarkt zuzusehen und sie anschließend bei der Ausfahrt gen Frontenhausen zu knipsen
Dank der Verspätung waren die Schatten bei Feichten mittlerweile deutlich kürzer geworden, so dass der Wagenzug hinter 225 032 und 071 schön angeleuchtet war
Die Talfahrt vor Taibrechting sollte in den kommenden Stunden noch öfter umgesetzt werden. Ohne dies aber wissen zu können, konzentrierte ich mich heute auf diese seitliche Perspektive, solange das Stoppelfeld noch so herrlich gold-gelb leuchtete
Durch die Verspätung der Container stapelten sich in Mühldorf anschließend die interessanten Züge. Hinter 218 466, die ebenfalls eben erst aus Landshut gekommen war, ...
... wollten sogleich ein leerer Petrolkokszug und ...
... die bunten Kisten aus Maschen hinterher, nachdem ihre Zugpferde umgesetzt hatten
Der 56521 fiel heute leider nicht nur kurz, sondern auch wagenmäßig eher langweilig aus. Die 217 002 konnte das in Kooperation mit der 015 aber einigermaßen ausgleichen
Auch der im Block gefolgte 56523 war lokmäßig nicht uninteressant, zog ihn doch die schöne 225 030 solo. Hier ist sie mit der Rückleistung 56512 aus Kastl zu sehen
Vollgas mussten dann die drei Loks am 61947 in Tüßling geben, um ihren vollen Wagenzug wieder in Bewegung zu setzen
Um auf die Müllzüge zu warten, blieb ich noch in Tüßling. Da der Traunsteiner mal wieder vor dem Frontenhauser kam, mussten beide in Tüßling kurz nebeneinander warten
In der Zwischenzeit war auch ich wieder mal eingetroffen und steuerte direkt die Gerade vor Garching an, wo der Müll erwartet wurde
Auch ich entschied mich zur Abwechslung mal wieder für eine weitere Verfolgung der 218, welche direkt am Garchinger Esig nochmal dran glauben musste
Während der Kollege an der 942 blieb, hatte ich mal wieder etwas Lust auf Egglkofen, wo der Shuttle, den ich ja heute noch nicht hatte, pünktlich durchfuhr
Die zuvor in Tüßling noch mächtig rußenden 225 809 und 806 hatten in den späten Nachmittagsstunden am 56518 in der Ebene vor Heiligenstatt relativ wenig Mühe, ...
... und auch die Anfahrt in Tüßling wird sie nicht überfordert haben. Für derartiges Wetter eigentlich recht ungewöhnlich, packten alle Fotografen dann zusammen und entschwanden. Die 217 014 sollte nämlich nach langem Hin und Her dann am 52686 nach München aufbrechen, wie tags zuvor schon auf DSO angekündigt
Was kaum einer der Fotografen ahnte, war dass die Lok a) ursprünglich EA mit 225 010 gekuppelt war, b) eigentlich am Morgen aus dem Plan flog und an der Stelle von 225 806 den 56518 hätte haben sollen (also falsch rum) und c) es nur dem Zufall zu verdanken war, dass 225 010 kaputt ging, die 014 dann DA mit der 225 094 in Traktion ging und somit doch letztlich wieder am ihr angedachten Zug vor Weidenbach abgelichtet werden konnte. Ohne es zu ahnen, dass dieses Motiv wegen Autobahnbaus schon ab Ende September der Vergangenheit angehören würde, entschied ich mich trotz der schwierigen Lichtbedingungen hier gegen das Esig, ...
Während der üblichen Kreuzungszeit im Bahnhof wurden am westlichen Esig dann Platzkarten verteilt. Um den Fotografen 100m hinter uns aber genug Platz zur Entfaltung zu lassen, zogen wir, nachdem sich der von den Autos aufgewirbelte Staub verzogen hatte, ...
... die Nahaufnahme vom Signal vor
Einen Monat früher, und das Abendlicht hätte auch noch diverse weitere Motive bis Thann-Matzbach erlaubt. So aber waren die Tage schon zu kurz, und das Isental lag großteils schon im Schatten. Also versmmelte sich die gesamte Mannschaft wieder an einem Motiv, nämlich der Umgehungsstraßenbrücke von Schwindegg, von wo aus man einen schönen Blick auf die Ausfahrt werfen konnte, ...
... und ohne Angst umfallen zu können mit dem fotografenfeundlich beschleunigenden Zug mitziehen konnte, ...
... ehe die Brücke unter uns die Loks und ihren Sound verschluckte
Auch am Morgen waren die Tage merklich kürzer geworden, wie ich wenige Stunden später zum 56519 mit 217 017 und 021 feststellen musste, welcher am Altöttinger Esig nur dank klarem Himmel noch ging
In Pirach oben war das Licht schon deutlich kräftiger, doch ohne Sonnenbrille kam der Tf trotzdem noch nicht aus
Vom zur Routine gewordenen 218-DoSto nach Salzburg soll heute die Einfahrt in Tüßling gezeigt werden, welche mir nicht zum Ärger von einem Kesselzug zugefahren worden war, sondern eben genau deshalb bewusst so gewählt wurde. Dann wäre eigentlich wieder für zwei Stunden Ruhe gewesen, doch gegen 10.20 Uhr erreichte mich die SMS, dass ein Trafotransport eben aus Richtung Landshut auf Mühldorf zurolle. Schnell also nach Rohrbach gedüst, um mein Glück zu versuchen...
Und tatsächlich rollte der Zug erst wenige Augenblicke NACH meinem Eintreffen das Gefälle vor Neumarkt-St. Veit herab
Lichtmäßig reichte es auf der Nordseite des Gleises so eben noch für ein Foto mit dem berühmten Bauernhof an der Rohrbacher Einfahrt
Nach einer Überholung und einer Kreuzung ...
... setzte diese nette Abwechslung ihre Fahrt auf den letzten Metern bis Mühldorf fort, ...
... wo die Wagen zwischengeparkt wurden. In der Hoffnung, die beiden Mittagszüge gen Kastl/Burghausen noch zu erwischen, ging es für mich gleich weiter nach Altötting
Doch die Eile wäre nicht nötig gewesen, denn in der Trasse des 56521 tat sich nichts. Dieser kam erst etwas später in der Planlage des Kastler 56523, und konnte - ohne es im Voraus zu ahnen - ein letztes Mal vor seiner Rückstufung zum Bedarfszug in ordentlicher Länge abgelichtet werden. Da das Zeitfenster für eine Ausleuchtung der Waldschneise hier eng bemessen ist, machte die weitere Warterei keinen Sinn
So sollten der einstündig verspätete 56523 und der bald darauf folgende 47134 an der Kastler Einfahrt aufgenommen werden
Obwohl mir der Schatten der Bäume hier schon fehlte, musste die Chance genutzt werden, den somit auch mit +60 verkehrenden Gegenzug der schon bekannten 225 809 und 806 am mittlerweile ordentlich ausgeleuchteten Pilgermotiv hinter Altötting zu versuchen. Zu meiner Verwunderung war ich der einzige Fotograf hier - viele standen wohl schon in Tüßling parat um auf die Müllzüge zu warten, welche ich auch gleich noch versuchen wollte. Die Abfahrt von 218 445 am Traunsteiner gerade noch geschafft, musste festgestellt werden, dass vom Frontenhauser Zug jede Spur fehlte. Die Fotografentruppe schmolz von Minute zu Minute mehr dahin, doch die Hand voll übrig gebliebener wurde um kurz vor 15 Uhr mit folgendem Gespann überrascht:
Geplant war, dass die Traktion aus 217 002 und 015 den Müll übernehmen sollte. Da die 015 aber kurz vor Abfahrt nicht mehr wollte, musste für ihre Schwester schnell eine Partnerin gefunden werden. Und wie der Zufall es wollte, stand die unverplante 217 014 am günstigsten da, so dass es völlig unerwartet nochmal zu einer Reunion der beiden Blondies kam
Obwohl ich mir keine große Hoffnung darauf machte, klappte dank günstiger Verkehrsverhältnisse so eben auch der Böslhäuslblick von oben noch
In Kastl dauerte es dann noch ein Weilchen, ehe der Müll auf's Anschlussgleis Richtung Verbrennungsanlage gelassen wurde
Natürlich wurde auch der Nachmittagsverkehr genossen, doch die Vorfreude auf die abendliche Rückleistung ließ solche Züge wie etwa den 56518 zur Nebensache werden. Durch ihr spätes Eintreffen mit dem Müll in Kastl war eine Rückfahrt vor Plan so gut wie ausgeschlossen, vor allem weil auch noch 16 Kesselwagen mit an den Haken mussten. So dröhnte der 56524 auf die Minute pünktlich der tiefen Abendsonne entgegen
Da die beiden Blondies vom Kollegen nachts an der Vorleistung des Shuttleumlauf gesichtet worden waren, stand auch ich am nächsten Morgen nochmal parat, um den Loks meine Ehre zu erweisen
Nur wenige Kilometer weiter hinten überwog dann auch bei mir die Freude trotz der dämlichen weißen Container
Vor allem was für die Ohren ist diese Stelle am Neumarkter Esig, an dem die Container wenig später wieder vorbei beschleunigen
Im hügeligen Abschnitt um Taibrechting bildeten die noch langen Baumschatten einen schönen Rahmen ...
... um meine letzte Begegnung mit den beiden heute. Denn während der Kollege sich dazu entschied ...
... ihnen hinterherzufahren, und sie nach dem Richtungswechsel in Mühldorf nochmals auf der Innbrücke ...
... und vor Burghausen zu erlegen, ...
... wollte ich an der Landshuter Schiene verweilen. Durch die gesperrte 940 versprach ich mir den ein oder anderen Umleiterzug. Und tatsächlich rollte nach einer Ost-V100 und einigen West-Lz der gemischte 52743 heran, der eigentlich schon gegen 5 Uhr in Mühldorf hätte sein müssen
Obwohl der Zug durch 225 002 und 217 019 etwas übermotorisiert erschien, gelang ein weiteres Bild an schon bekannter Kurve vor Taibrechting
Langsam zogen leider dicke Schleierwolken auf, die vom heftigen Westwind regelrecht über's Land gepeitscht wurden. Mit der Strömung im Rücken lässt es sich trotz 1.800 Tonnen am Haken für 225 071 und 032 die Fahrt vor Egglkofen genießen. Schade, dass die weiteren fünf Züge bei Tageslicht von den Wolken sowieso zerstört worden wären, und ich mich nach diesem Schuss somit verabschiedete
Das Wetter der letzten Ferientage meinte es gut, und so vertraute ich auf ein nebelfreies Inntal. Dieser Bedarfszug nach Simbach machte den Ausfall des 56519 zuvor in Altötting wieder gut
So ging es gut gelaunt von Perach weiter nach Weidenbach, wo zunächst mal ein Personenzug aus München und ein Lagecheck beim Fdl auf dem Plan standen. Da sich ein Güterzug eben in MOR in Bewegung gesetzt haben soll, suchte ich mal wieder ein altbekanntes Motiv vor Dorfen auf
Umgeben von einer jungen Katzenfamilie konnte der 61907 wenig später unterhalb von Kloster Moosen abgelichtet werden - ach ja, schön natürlich, dass unser blondes Paar das Wochenende ohne Zoff gemeinsam überstanden hatte
So musste der Zug, nachdem er in Mühldorf noch Schubunterstützung bekam, auf seinem weiteren Weg nach Burghausen noch einmal am Böslhäusl abgefangen werden
Um den Verkehr möglichst billig abwickeln zu können, rollten die zwei Zugpferde nur bis Kastl Lz zurück, und übernahmen dort den 56523, der sie bei der Anfahrt mit seinen 45 Wagen sicherlich auf eine (Be)ziehungsprobe stellte
Auch wenn man sich mittlerweile an die 218 am Traunsteiner Müll gewöhnt hat, drückt man selbstverständlich noch ab
Vor nicht allzu langer Zeit hätte man die beiden Müllzüge noch spiegelverkehrt bespannt fotografieren können, hätte die 213 333 mal wieder durch eine große Schwester vertreten werden müssen
Mit dem Rotterdamer rollt eben der dritte Güterzug nach Burghausen durch Pirach, der an diesem Montag Schubunterstützung benötigte. Wegen des immer noch auf die Verladung wartenden Trafos gibt's nur den Nachschuss
Weil die beiden Beigen abends noch den Kastler 56520 haben sollten, zog es auch mich nochmal kurz an die Strecke nach Heiligenstatt
Auch ich war in der Zwischenzeit wieder zurück nach Tüßling gelangt, wo der selbe Zug sehnsüchtig erwartet wurde. Quietschend bremst sich der Zug dann pünktlich zur Kreuzung ein
Die längere Standzeit ...
... wurde von den anwesenden Fotografen ausgiebig genutzt, ...
... ehe die Ausfahrt in allen Variationen - mal mit Stellwerk ,...
... mal ohne - verewigt wurde
Im Block folgte dann ein fotogener Petrolkokszug, traumhaft bespannt mit 2x217. Weil mir wegen der Blondies heut der 52686 auf der 940 entgangen war, wollte ich zumindest den schönen 217-Kokser noch machen. Gegen 19.25 Uhr hinter Weidenbach eingetroffen, tat aber sich erst mal leider 20 Minuten gar nichts, und angesichts der gleich verschwindenden Sonne war ich schon wieder am Aufbrechen, als im letzten Moment im Fernsprecher nebenan noch ein Klingeln (Zugmeldung) vernommen wurde. Für den Kokszug in Position gebracht, tauchte im allerletzten Licht dieser Bedarfszug auf, bestehend aus der Trostberger Übergabe und einem Autowagenzug. Und die 217 an der Spitze machte das Glück natürlich perfekt...
Und die selten gewordene Baureihe verfolgte mich auch gleich am nächsten Morgen erneut, als die am Ende einer 7-fach-Lz eingetroffenen 217 014 und 002 noch auf den 56519 warten mussten, an dessen Spitze sich die 217 015 mühte
Schon im nächsten Moment konnte es weitergehen und während die mittleren Maschinen Pause machten durften und die beiden Zugloks weiter gen München aufbrachen, ...
... durften die zwei Beigen nach Simbach fahren, wo der 47134 auf sie wartete. Entlang des Innkanals ging es zunächst Richtung Töging, ...
... um kurz hinter Neuötting den richtigen Fluss zu erreichen
In Marktl wurde noch der RE 966 gekreuzt, welcher an der Niederperacher Staustufe erwartet wurde, ebenso wie nach einigen 628ern ...
... das eigentliche Objekt der Begierde. Nicht ideal im Licht, aber motivlich deutlich abwechslungsreicher als an der 942
Am Abend des selben Tages stand dann noch der Hengersberger Holzzug auf dem Programm, welcher gut ausgelastet von 294 849 auf Seebach zu gezogen wurde
An der Halbmeile war der Zug locker wieder eingeholt, und trotz eines längeren Fußmarsches zurück zum Auto ...
... konnte der Zug auch bei der Einfahrt in den Deggendorfer Hafenbahnhof noch beobachtet werden
Nach einem kurzen Telefonat mit dem Fahrdienst war der Weg in den Hauptbahnhof dann frei

Nach ein paar Ruhetagen wurde dann der Anblick von 218 426 mit einer Ladung Berufspendler auf dem Weg nach München bei Weidenbach genossen

In der Hoffnung auf etwas Güterverkehr blieb ich den Vormittag über an der KBS 940, doch es konnte sich leider lediglich über Regionalbahnen von Weidenbach (218 356) ...
... über Schwindegg (218 433) ...
... nach Dorfen (218 403) hochgearbeitet werden
In Thann-Matzbach aber kam es doch noch zu einer Begegnung mit Schenker. 225 806 und 809 dröhnen mit ihrem leeren Gag durch Lengfeld
Etwa zwei Stunden später rollen beide Loks mit dem vollen Gegenzug durch eines meiner 940-Lieblingsmotive um Dorfen
In Mühldorf durch die beiden richtigen Loks verstärkt, ist der Zug gut zwei Stunden später hinter Pirach anzutreffen
Der eher maue Güterzugtag konnte durch die beiden Beigen am 56518 aber noch gerettet werden, ehe sie bald darauf wieder getrennte Wege gehen sollten
Schon während der ganzen Sommerferien brannte mir ein Besuch Kothmaißlings mal wieder unter den Füßen - heute war es dann endlich soweit, nicht zuletzt auch deshalb, weil eine mir hier noch fehlende MTU-4000-Brillen-218 im Prager Umlauf war. Im nebelfreien, idyllischen Bahnhofsbereich legt sich der Zug aus Nürnberg um halb 8 in die Kurve
Genau eine Stunde später kommt 218 457 mit dem Gegenzug aus Prag gefahren
Vereinzelt werden Regionalzüge nach Furth auch von 610ern gefahren
Soeben noch bevor die neuen Lichtsignale aufgestellt wurden, konnte auch das Further Esig mit dem Mittags-ALEX nach München endlich umgesetzt werden
In den Nachmittagsstunden kehrt dann die 218 mit den tschechischen Wagen wieder aus Nürnberg zurück, und hat es vor der Kulisse des Hohen Bogen nicht mehr allzuweit bis zur Landesgrenze
Leider gut 20 Minuten verspätet rollt 218 457 dann ein letztes Mal für den heutigen Tag durch den Dorfbahnhof - aber noch rechtzeitig, ehe sie die rasant wandernden Baumschatten von links verschlungen hätten... Schön war's mal wieder in der Oberpfalz, auch wenn ich mir leider einen güterzugarmen Tag ausgesucht hatte...
Die Sommerferien waren damit vorbei, doch bereits am ersten Schultag zeigte sich, dass der neue Arbeitsplatz strategisch gar nicht mal so ungünstig liegt. Für den Hengersberger ist's ein Katzensprung, und auch nach Altötting schafft man's in einer guten Stunden Fahrzeit...
Natürlich ging der Großteil des obigen Zugs nicht nach Hengersberg, sondern blieb in Deggendorf Hafen (eben wird Teil 2 zugestellt)
Beim Schwaiger war aber zumindest ein ordentlicher Gegenzug abzuholen...
Währenddessen ging es mir am Samstagnachmittag mal wieder aus, die 218 405 im Neuburger Dschungel zu genießen
Ein völlig anderes Umfeld bot sich für den Zug nach Mühldorf dann im freien Rottal bei Luderbach
Schon das erste Schulwochenende versprach eine nette Abwechslung, als sich die PEF mit ihren Schienenbussen auf große Böhmerwaldrundreise machten
Die Fahrt gen Osten über die Waldbahn gab mir nach langer Zeit mal wieder Gelegenheit, eins der einst so sehr geliebten Motive zwischen Triefenried und Regen aufzusuchen
Für eine weitere Verfolgung durch den Böhmerwald hatte ich leider keine Zeit mehr, zumindest sprang vor den Toren Passaus aber noch ein Bild vom Rottaler heraus, den heute 218 405 aus Mühldorf gebracht hatte
Erstes Tagesziel der Rundfahrt war Nové Údolí. Als am Folgetag der Leerzug aus Wallern vorbei an Stožec rollte, stand der eifrige Fotograf längst Gewehr bei Fuß, um den VT98 auf tschechischer Seite zu erlegen
Šumava pur
Deutlich vor Plan und somit leider etwas überraschend kam mir der Zug mitsamt Fahrgästen dann im mittlerweile nebelfreien Černý Kříž entgegen
Parallel zur Moldau ging es dann kurvenreich runter zum Stausee, ...
... wo allerdings der Nebel der Sonne noch nicht Platz gemacht hatte
Unter der Woche blieb uns nun wieder kaum mehr Zeit, großartig auf Fototour zu gehen - doch das macht doch nix, wenn am Wochenende derartig abwechslungsreiches Programm geboten ist. Am 26. September bringt 212 249 eine Ladung Kohle durch das Rottal zum Rottwerk in Pocking, ...
... welches seit einigen Tagen wieder durch die Bahn bedient wird ...
... und in Kürze erreicht sein wird
Im Bahnhof musste dann noch schnell der Regionalzug aus Passau abgewartet werden, ehe es auf das Anschlussgleis ging
Das herrliche Spätsommerwetter lud ein, noch weiter in's Isental zu fahren, wo noch die ein oder andere RegionalBahn, ...
... sowie auch immerhin drei Güterzüge geknipst werden konnten. Dieser Ganzzug mit 2x217 hat gleich Dorfen erreicht
Auch 218 426 ließ sich an der Spitze eines Oktoberfestzuges blicken
Zwei Tage später war die Rückleistung aus Pocking für 12 Uhr Mittag eingelegt. Doch um 17.30 Uhr stand der Zug immer noch im Bahnhof - musste aber nur noch den entgegenkommenden 628 abwarten, ...
... ehe er endlich den fast schon einem Freilichtmuseum gleichenden Bahnhof verlassen konnte ...
... und in die untergehende Sonne gen Ingolstadt aufbrach
Für eine altrote V100 mit Güterzug dürfen die Reifen dann ruhig mal qualmen, um die Fuhre bis Bayerbach ...
... wenigstens noch drei Mal zu kriegen
Bei herrlichem Herbstwetter konnte am Tag darauf auch der stark verspätete “Holzzug” nach Hengersberg mal wieder angetroffen werden. Das Frachtaufkommen hatte vorübergehend seinen Tiefpunkt erreicht, man darf aber vorweg nehmen, dass bis Anfang Dezember wöchentlich immerhin wieder bis zu 25 Wagen angeliefert werden würden
Leider kein Kohlezug war am folgenden Samstag zu erwarten, so musste mit 218 419 am IC Vorlieb genommen werden
Schon am nächsten Tag hätte ein schöner Umleiterzug in's Isental gelockt. Da dieser jedoch eine Stunde zu früh in MMF ausfuhr, blieben nur ein paar 218 übrig, die fotografiert werden konnten, wie z.B. 218 444 ...
... oder 218 402
In der Folgewoche hieß es langsam Abschied nehmen von unserer blauen Beigen. Bei Heiligenstatt in Stellung gegangen, hatte es gerade begonnen zu schneien, als die 014, welcher heute mal wieder die 002 vorgespannt war, mit dem Müll aus Kastl um die Kurve kam
Für den 56512 war die Schneefront dann gerade abgezogen und die Sonne kam wieder zum Vorschein
Sonne dann auch in Mühldorf für die SOB-V60, ...
... und für die weiter leider unverplant dastehenden ...
... beiden Blondies
Am nächsten Tag sollte es bei einem einzigen Bild bleiben, doch das reichte mir völlig. Diesmal war ein Umleiter von München her eingelegt, welcher nicht zu früh und so mit 217 014 heute alleine an der Spitze am Mühldorfer Inn noch erwischt werden konnte
Am folgenden Mittwoch, dem 21. Oktober 2009 war es an der Zeit, endgültig Abschied zu nehmen vom blau-beigen Farbton auf den Mühldorfer Strecken. Zusammen mit der 002 war 217 014 ein letztes Mal für eine Schenkerleistung verplant, und zwar für das Zugpaar 56521/56522, mit dem sie auf der Hinfahrt nach Burghausen zuerst in Tüßling ...
... und dann bei Pirach abgelichtet werden konnte
Ein letztes Mal geht's für die 014 mit Vollgas aus Pirach in's Gefälle nach Burghausen hinaus
Nachdem wir uns dann beide endgültig von der 217 014 verabschiedet hatten, konnte sich wieder dem Alltag gewidmet werden. Alltag?! Nein, denn es gab auch ohne die 014 genügend Extras, die in der kommenden Zeit für etwas Abwechslung sorgten. Beginnen wir mit dem RE 27005, der an diesem Samstagvormittag aus drei DoStos bestand, die sich von 218 444 bei Bad Birnbach durch's Rottal ziehen ließen
Leider ließ das Wetter recht zu wünschen übrig - so bleibt es nur der Phantasie überlassen, welch goldene Farben den Zug bei Fürstenzell in der Herbstsonne umgeben hätten
Auch bei Neustift hätte die Blätterpracht bei Sonne deutlich mehr Wirkung gezeigt, als 218 444 das Passauer Esig passierte
Wenigstens reichte es zur nachmittäglichen Rückfahrt für immerhin ein Sonnenbildchen bei Pfenningbach, ...
... während es auf Neukirchen ...
... und Engertsham zu wieder durch dicke Suppe gen Pocking ging